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Gemeinde Weilerswist

Geno-Büro in Weilerswist öffnet Mitte April

Elke Simons ist die neue Koordinatorin für Weilerswist und Zülpich

Bereits im Sommer vergangenen Jahres wurde im Weilerswister Hochzeitsgarten der Startschuss für das LEADER-Projekt „GenoZülpicherBörde“, eine Zweigniederlassung der GenoEifel, gegeben. Jetzt ist es endlich soweit: Die GenoZülpicherBörde erhält nicht nur ihre Beratungsbüros in Weilerswist und Zülpich. Mit Elke Simons erhält die GenoZülpicherBörde auch ein Gesicht. 

„Die GenoEifel war im Kreis Euskirchen größtenteils auf den Altkreis Schleiden beschränkt. Doch hier im Kreisgebiet leben wir über die kommunalen Grenzen hinweg und hatten beispielsweise Anfragen aus Zülpich und Euskirchen“, berichtet Malte Duisberg. Grund für die örtliche Beschränkung war das Gebiet des Fördergebers, der Leader-Region Eifel (das auch die Eifelteile des Kreises Düren und der Städteregion Aachen beinhaltet).

Um sich auch im nördlichen Kreis Euskirchen auszudehnen, stellte die GenoEifel einen Antrag bei der Leader-Region Zülpicher Börde, der bewilligt wurde. Hinzu kam eine finanzielle Unterstützung durch die Eifelstiftung mit Sitz in Kronenburg. Die GenoEifel hat nun die Möglichkeit, sich unter dem Namen GenoZülpicherBörde auch in Zülpich, Weilerswist, Vettweiß, Nörvenich und Erftstadt zu präsentieren.

Bei der GenoEifel handelt es sich um eine Plattform, die ehrenamtliche Helfer an Hilfesuchende zur Erledigung kleinerer Aufgaben vermittelt, für die kein gewerbliches Unternehmen zuständig ist. Mit den Worten „Alles zwischen Handwerk und Pflege“ beschreibt es Corinne Rasky und meint damit Dienstleistungen wie Leihgroßeltern, die Reparatur eines Wasserhahns oder einer klemmenden Backofentür, das Einstellen der TV-Sender am Fernseher oder eine Computer-Nachhilfe. Hinzu kommt ein nicht unwesentlicher Faktor: „Die GenoEifel ist mehr als nur die Vermittlung von Dienstleistungen. Es geht auch um Kommunikation, denn wir erleben immer mehr Vereinsamung im Alter. Zwischen unseren Helfern und den Hilfesuchenden sind schon Freundschaften entstanden“, so Rasky weiter.

Elke Simons ist seit dem 1. Januar bei der GenoZülpicherBörde, zunächst mit nur zehn Stunden pro Woche, ab 1. April mit 20 Stunden. Die 60-jährige gelernte Bankkauffrau und Buchhalterin, die auch in der evangelischen Kirchengemeinde aktiv ist, gibt zu, dass sie bei der Vorstellung der GenoEifel eher zufällig dabei gewesen war und sofort überzeugt war vom Konzept.

Für Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, stand schon beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Frauen fest: Das wäre genau die Richtige Person für die GenoZülpicherBörde. „Ich hatte das Projekt in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde in Zülpich vorgestellt. Da war mir sofort das begeisterte Gesicht von Frau Simons aufgefallen“, berichtet Corinne Rasky.

Tatsächlich befand sich wenig später die Bewerbung von Elke Simons als Projektkoordinatorin für die GenoZülpicherBörde im Briefkasten der GenoEifel. Der erste Eindruck von Corinne Rasky bestätigte sich nach dem Vorstellungsgespräch. „Es ist wichtig, dass wir für diese Stelle jemanden haben, der mit ganzem Herzen hinter der Sache steht. Da haben wir mit Frau Simons genau die richtige Person gefunden“, so Rasky.

Für Elke Simons fing mit 60 Jahren das Leben praktisch noch einmal neu an, zumindest, was ihre berufliche Laufbahn betrifft. „Ich habe mir gedacht: Jetzt ist es für mich an der Zeit, beruflich das zu machen, was mir am meisten Spaß macht. Sozial engagiert war ich in Zülpich schon lange, beispielsweise in der evangelischen Kirchengemeinde, und genau da sah ich auch meine berufliche Zukunft“, erläutert Elke Simons.

Bis zu ihrer Kündigung bestimmten vor allem Zahlen das Berufsleben der 60-Jährigen, sie arbeitete in der Buchhaltung eines Reiseunternehmens. „Als Frau Rasky damals das Projekt der Generationengenossenschaft vorstellte, war ich sofort begeistert von dem Projekt!“

Dann kam der zweite Lock down und mit ihm wieder eine Verzögerung für die Beratungsbüros der GenoZülpicherBörde in Weilerswist und Zülpich. Doch für Elke Simons kam fast zeitgleich eine Menge Arbeit zu, als das Impfzentrum in Marmagen eingerichtet wurde und die Geno Eifel sich bereit erklärte, einen begleiteten Fahrdienst für die Senioren anzubieten.

„Wir waren ganz begeistert davon, dass sich auch aus Weilerswist so viele Bürger gemeldet haben, die für diesen Fahrdienst zur Verfügung stehen. Wir haben schon einige Impffahrten für Senioren aus der Gemeinde Weilerswist vermitteln können, die nächsten stehen Mitte des Monats an. Die Zusammenarbeit klappt wirklich hervorragend“, so Corinne Rasky.

Ab dem 12. April wird Elke Simons für Beratungsgespräche wöchentlich montags von 10 bis 12 Uhr zur Verfügung stehen. Natürlich können auch weitere Beratungstermine mit ihr vereinbart werden. Das Büro der GenoZülpicherBörde befindet sich in der Gemeindeverwaltung Weilerswist, Raum 24, Bonner Straße 29. Elke Simons ist telefonisch unter (0 22 54) 96 00-194 oder per Mail unter infoGenoZuelpicherBoerdede erreichbar.

Momentan hat die GenoEifel über 500 Mitglieder. Diese teilen sich ungefähr in je ein Drittel Helfer, Hilfesuchende und Gönner auf. Um Mitglied bei der GenoEifel oder der GenoZülpicherBörde zu werden, wird einmalig ein Genossenschaftsanteil von 50 Euro fällig (der bei Austritt zurückerstattet wird) sowie ein Jahresbeitrag von 40 Euro.

Hilfesuchende zahlen für eine Helferstunde neun Euro an die GenoEifel, davon gelten sechs Euro als Aufwandsentschädigung für den Helfer. Dieses Geld kann der Helfer ausgezahlt bekommen oder auf einem Stundenkonto ansammeln und es später abrufen, wenn er selbst Hilfe benötigt.

Für Menschen, die Mitglied werden möchten, sich aber den Jahresbeitrag nicht leisten können, gibt es einen Hilfsfonds, der von privaten Spendern oder kommunalen Stiftungen bestückt wird.

Alle Helfer:innen sind der GenoEifel persönlich bekannt, haben ein erweitertes Führungszeugnis abgelegt und eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet. Außerdem sind sie über die GenoEifel unfall- und haftpflichtversichert. 

Bei der Impfaktion des Kreises Euskirchen hilft die GenoEifel auch Nicht-Mitgliedern und zwar bei der Online-Terminfindung, der Fahrt und der Begleitung ins und durch das Impfzentrum Marmagen. Seit Start der Impfkampagne hat die GenoEifel rund 1500 Telefonanrufe getätigt und 350 Termine vermittelt und begleitet. Das Angebot richtet sich momentan an Menschen ab 75 Jahre, die sich unter Tel. (0 24 41) 8 88 61 mit der GenoEifel in Verbindung setzen können.

 

 

Elke Simons wird in ihrem Büro im Rathaus Hilfesuchende und Helfer beraten und vermitteln.
Freuten sich über den Start der GenoZülpicherBörde: (v.l.) Sebastian Duif (Regionalmanager Leader-Region Zülpicher Börde), GenoEifel-Koordinatorin Corinne Rasky, Zülpichs Bürgermeister Ulf Hürtgen, Geno-Mitarbeiterin Elke Simons und GenoEifel-Vorstandssprecher Malte Duisberg. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

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